Glossar

Alle I A I B I C I D I E I F I G I H I I I J I K I M I P I R I S I T I U I V I W I Z I

A

Ansaugtisch

Einen Ansaugtisch - auch Vakuumtisch genannt – benutzt man in Verbindung mit Aufsichtscanner für großformatige Planvorlagen. Historische Karten werden zur Aufbewahrung häufig gerollt oder gefaltet und lassen sich daher schlecht scannen. Durch das Ansaugen werden Knicke und Falten geglättet oder hochstehende Kanten angedrückt, so dass ein gutes Scanergebnis ermöglicht wird.

API

API ist die Abkürzung für „application programming interface“. Sie ist eine Programmierschnittstelle, die anderen Programmen eine Anbindung an dieses System zur Verfügung stellt. Die API definiert, im Gegensatz zu einer Binärschnittstelle, nur die Programmanbindung auf Quelltextebene.

Auflichtscanner

Die Bezeichnung Auflichtscanner geht oftmals mit der Bezeichnung „Buchscanner“ und „Aufsichtscanner“ einher. Anwendung findet ein Auflichtscanner vor allem dort, wo gebundene Dokumente - wie Bücher, Magazine, Karten oder Zeitschriften - auf möglichst schonende Art in eine digitale Form zu bringen, also zu scannen, sind.

Auflösung optisch

Die optische Auflösung bei einem Scanner ist die Auflösung, die der Scanner tatsächlich durch seine Mechanik und seine Linse erfassen, also scannen, kann. Die optische Auflösung ist auch immer ein Anhaltspunkt für die Qualität eines Scanners.

 

Meistens wird die optische Auflösung durch zwei Zahlen angegeben: die waagerecht gelesenen Bildpunkte mal die senkrecht gelesenen Bildpunkte. Allerdings macht diese Trennung im Wesentlichen wenig Sinn, denn der niedrigere Wert ist immer ausschlaggebend für das Scanvermögen der Geräte.

 

Ist ein Scanner beispielsweise mit einer optischen Auflösung von 600 x 1200 dpi angegeben, so ist die maximale optische Auflösung des Scanners 600 dpi. Die angegebenen 1200 dpi bedeuten nur, dass der Motor des Scanners pro Inch 1200 Schritte machen kann.

B

Bildauflösung

Der Begriff Bildauflösung ist ein Maß für die Bildgröße. Sie wird entweder durch die Gesamtzahl der Bildpunkte (Pixel), aus denen das dargestellte Bild besteht, oder durch die Anzahl Bildpunkte pro Zeile (horizontal) und pro Spalte (vertikal) angegeben. Bei beiden Varianten handelt es sich um die absolute Auflösung und zeichnet die Qualität des Bildes aus.

Bildbearbeitung

Die Bildbearbeitung ist die Veränderung von digitalen Bildern, Fotos, Dias oder auch Negativen. Hauptsächlich kommt die Bildbearbeitung zum korrigieren von Fehlern zum Einsatz, die beim Fotografieren oder anderen Bilderfassungen entstanden sind. Aber auch Portraits oder andere Aufnahmen von Menschen werden häufig mit der Bildbearbeitung korrigiert, um die Menschen „hübscher und attraktiver“ aussehen zu lassen.

 

Die digitale Bildbearbeitung ist eine computergestützte Bearbeitung von digitalen Bildern, also Rastergrafiken, Fotos oder gescannte Dokumente. Diese Art der Bildbearbeitung ist relativ weit verbreitet, weil es die dafür notwendige Hard- und Software mittlerweile recht preisgünstig zu kaufen gibt. Die digitale Bildbearbeitung hat extrem viele Möglichkeiten um ein Bild zu verändern.

 

Bei der traditionellen Bildbearbeitung werden Fotos, Dias und Negative bearbeitet. Hierfür sind sehr spezielle Materialien, Geräte, Chemikalien und Kenntnisse erforderlich, warum sie zumeist auch nur Spezialisten vorbehalten ist. Außerdem ist die traditionelle Bildbearbeitung sehr aufwendig und heute ökonomisch eigentlich nicht mehr sinnvoll. 

Buchfalz

Der Buchfalz befindet sich in der Bindung eines Buches, dort, wo die linke und die rechte Seite zusammen treffen.
Bei der Digitalisierung von Büchern ist der Falz von großer Bedeutung. Eine sehr enge Bindung führt bei einem weitgeöffnetem Objekten zu einer starken Wölbung in der Buchfalz. Wörter oder Bilder, die sich in diesem Bereich befinden, sind dadurch schwer lesbar. Dies hat Auswirkungen auf die Qualität der Digitalisate.

Eine Lösung bieten V-Buchscanner, bei denen gebundenen Objekte nur in einem geringen Winkel zum Digitalisierung geöffnet werden und somit kein Wölbung in der Falz entsteht.

Buchstütze

Eine Buchstütze wird genutzt, wenn zu scannende Objekte nicht komplett in einem Winkel von 180° geöffnet werden können. Bücher mit einer strammen Bindung erzeugen bei einer kompletten Öffnung eine sehr starke Wölbung, so dass der Text schlecht lesbar wird. Teilweise kann sogar Textverlust in der Falz auftreten.


In der Regel wird die Buchstütze auf einer Buchwippe angebracht und das zu scannende Objekt daran angelehnt beziehungsweise abgestützt. Zwar lässt sich auf diese Weise nur jeweils eine Seite scannen, aber so sind die Scanergebnisse bis in die Buchfalz hinein gut lesbar.

Buchwippe

Bei der Buchwippe handelt es sich um eine Vorrichtung, die das Digitalisieren, Verfilmen oder auch Kopieren von Büchern, Zeitschriften oder Magazinen – also gebundenen Vorlagen – erleichtern soll.
Eine Buchwippe ist so konstruiert, dass der Buchband auf zwei Platten liegt, die sich unabhängig voneinander in der Höhe verstellen lassen. Dadurch lassen sich die Höhenunterschiede zwischen dem linken und rechten Buchblock ausgleichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Flachbettscannern liegt das Buch nicht mit der zu digitalisierenden Seite nach unten, sondern nach oben in der Buchwippe. Da die Seiten beim Scannen möglichst plan liegen sollten, sind einige Buchwippen zusätzlich mit einer Glasplatte ausgestattet, die sanft auf das zu scannende Objekt drückt. Je nach Bauweise wird die Buchwippe durch einen Elektromotor oder per Hand bedient.
Gerade historische Bücher, die mehrere hundert Jahre alt sind, haben häufig einen eingeschränkten Öffnungswinkel. Will man diese digitalisieren, ist eine Buchwippe, möglichst in V-Form, unbedingt erforderlich.

C

CCD-Sensor

„CCD“ ist die Abkürzung für „Charged-coupled Device“ und heißt übersetzt „ladungsgekoppeltes Element“. Es handelt sich dabei um ein integriertes, lichtempfindliches, mikroelektronisches Bauteil, das bei Bilderfassungsgeräten wie Digitalkameras und Scannern eingesetzt wird.


Bei Buchscannern kommen CCD-Elemente in Form von lichtempfindlichen Fotoioden zum Einsatz, welche die zu scannenden Vorlagen abtasten und somit digitalisieren. Dabei zerlegen sie die Vorlage quasi in tausende winzige Bildpunkte und stellen beispielsweise dunkel und hell in unterschiedlichen Spannungen dar.
Unterschieden wird zwischen Zeilensensoren, Flächensensoren oder Flächenchips.

D

Digitalisate

Als Digitalisate werden elektronische Versionen von gedruckten Erzeugnissen bezeichnet. Anders als E-Books, die eigens in solcher Form oder parallel zu Druckausgaben erscheinen, sind Digitalisate Sekundärausgaben und sind daher mit eigener Titelaufnahme zur erschließen.

Digitalisierung

Das Hans-Bredow Institut definiert die Digitalisierung wie folgt: „Mit Digitalisierung wird die Umwandlung von Informationen wie Ton, Bild oder Text in Zahlenwerte zum Zwecke ihrer elektronischen Bearbeitung, Speicherung oder Übertragung bezeichnet.“


Bei der Weiterentwicklung von Medien ist die Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil, denn durch die elektronische Umwandlung von Informationen wird eine schnellere und leichtere Bearbeitung und Zugänglichkeit ermöglicht.
Das Adjektiv „digital“ findet häufig als Gegensatz zu „analog“ Verwendung.

Dokumentenscanner

Mit einem Dokumentenscanner können große Mengen an Dokumente in kurzer Zeit effizient digitalisiert werden. Oftmals werden Dokumentenscanner zusammen mit Softwarelösungen für elektronische Archivierung, Dokumentenmanagement oder der Präsentation von Kulturgut eingesetzt.
In der Regel handelt es sich bei Dokumentenscannern um Durchzug- bzw. Einzugscanner, die je nach Typ 50 bis 200 Seiten pro Minute eigenständig verarbeiten können. Mittels zweier CCD-Sensor-Leisten sind zahlreiche Geräte dazu in der Lage, die Vorder- und Rückseite des Dokuments gleichzeitig in einem Scan zu erfassen. Es gibt auch Modelle, die eine Kombination aus Flachbett- und Durchzugscanner bieten, um auch gebundene Dokumente digital schnell erfassen zu können.

Dpi

Dots per inch – dafür steht das Akronym „dpi“ und gleichbedeutend mit Punkte pro Zoll. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist damit die Auflösung einer Druckdatei gemeint. Das Druckbild wird im Druckprozess in kleine Punkte umgewandelt – also gerastert. Einem „normalen“ Betrachter und mit bloßem Auge ist diese Rasterung kaum sichtbar. Die Punktdichte – also die Feinheiten dieses Druckrasters – werden mit lines per inch angegeben. Das Akronym hierfür ist „lpi“.

 

Dpi bezeichnet also die Auflösung der Druckdatei und lpi die Auflösung der Druckmaschine.

Durchlichttisch

Ein Durchlichttisch ist ein Tisch mit einer Glasplatte, unter der eine Lichtquelle angebracht ist.
Zum Scannen von transparenten Vorlagen, wie zum Beispiel Glasplattennegativen, abgepauste Karten oder auch Mikrofilmen, ist diese Lichtquelle erforderlich, um die auf dem Medium befindlichen Informationen fürs Scannen sichtbar werden zu lassen

E

E-Book

E-Book“ kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „elektronic book“. Ein E-Book versucht im weitesten Sinne, das klassische Buch und seine medientypischen Eigenschaften in digitaler Form einer sehr breiten Masse zur Verfügung zu stellen. Andere geläufige Schreibweisen sind unter anderem „eBook“ oder „ebook“.


Man unterscheidet drei typische E-Book Typen:


Virtuelles Buch
Beim virtuellen Buch ist das Ziel, einen möglichst realen Eindruck eines klassischen Buches in Papierform zu vermitteln. Das E-Book soll auf dem Bildschirm aussehen wie ein echtes Buch oder das Umblättern wird simuliert. Gepaart mit computertypischen Eingabemöglichkeiten wie Tastatur und Mouse wird das E-Book für den Leser so zu einer attraktiven Alternative.


Digitale Kopie
Bei der digitalen Kopie soll ein real existierendes Buch über die Druckerschnittstelle als möglichst wirklichkeitsgetreue Kopie des Originals ausgegeben werden können. Bei dieser Variante spielen spezielle E-Book-Reader und –Ausgabegeräte eine wichtige Rolle, da sie versuchen, die Buchvorlage papierlos nachzubilden.


Strukturell-funktionaler-Ansatz
Der Schwerpunkt dieses Ansatzes liegt darauf, den Inhalt eines Buches mit buchtypischen Eigenschaften, wie zum Beispiel die vorgegebene inhaltliche Abfolge, Blätterfunktion, seitenorientierte strukturierte Darstellung oder einem  digitalen Lesezeichen, computer- und bildschirmgerecht anzubieten. Das Buch wird bei dieser Variante vor allem als Funktions-, Struktur- und Inhaltsvorgabe verstanden, die ein reales Buch nicht unweigerlich benötigt.

F

Farbfilter

Farbfilter sind Absorptionsfilter, die meist vor dem Kameraobjektiv angebracht werden, um das Bild schon vor dem Auftreffen auf Objektiv oder Sensor zu verändern. Die Filter werden aus gefärbtem Glas oder Kunststoff hergestellt und absorbieren Licht in bestimmen Wellenlängenbereichen und lassen das Licht anderer Bereiche durchdringen.

Flachbettscanner

Flachbettscanner eignen sich zum Einscannen von zweidimensionalen, ebenen Vorlagen, wie zum Beispiel Fotos, Druckseiten, Bilder oder Karten.


Das Objekt wird mit der zu scannenden Seite auf eine Glasplatte gelegt. Die Beleuchtungs- und Abtasteinheit fährt auf einer Schlittenkonstruktion wie in einem „Bett“ unter der Glasplatte durch - ganz ähnlich wie die Scaneinheit bei einem digitalen Fotokopierer. Die Abtastvorrichtung besteht in der Regel aus einer Leuchtstofflampe, die mit einem schmalen weißen Lichtstreifen die Vorlage in ihrer gesamten Breite bestrahlt.

Über Filter, Spiegel und Linsen wird die Reflexion des Lichtes gebündelt und von einer CCD-Zeile, einem CIS-Sensor oder einem Zeilensensor erfasst. Das gespeicherte Bild wird nacheinander ausgelesen, dem D/W-Wandler zugeführt und schließlich digitalisiert. Die klassische Größe von Flachbettscannern, die mittlerweile zur Standardbüroausstattung zählen, ist das Format DIN A4.


Aufgrund der fehlenden Tiefenschärfe, dem unzureichenden Farbmanagement und den nicht sehr hochwertigen CCD-Sensoren sind Flachbettscanner für die Digitalisierung von Kulturgütern ungeeignet.

Flächensensor

Der Flächensensor, auch Flächenchip genannt, kann die drei Farbkomponenten Rot, Grün und Blau gleichzeitig registrieren. Eine sich darauf befindliche Farbfilterschicht ist dafür verantwortlich, dass bestimmte CCD-Elemente des Sensors nur für eine Komponente des Spektrallichts empfindlich sind. Er ist die technische Voraussetzung für eine One-shot-Digitalkamera, die bewegte Motive aufnehmen kann.

 

Auch Buchscanner nutzen Flächensensoren. Alternativ werden Scanzeilen verbaut.

G

Großformatscanner

Ein Großformatscanner kann, Formate bis vierfach DIN A0 scannen – dabei handelt es sich zum Beispiel um Dokumente, wie historische Pläne und Karten, Gemälde mit Rahmen, Urkunden mit Siegel oder große Akten und Bücher.
Bei zahlreichen Großformatscannern befindet sich die Kamera lotrecht über dem zu scannenden Objekt, wodurch sich eine sehr hohe Bildqualität erzielen lässt.


Oftmals umfassen Digitalisierungsprojekte unterschiedliche Materialien, in verschiedenen Größen, Erhaltungszuständen und Beschaffenheiten. Um diesen heterogenen Ansprüchen gerecht zu werden, ist oftmals umfangreiches Zubehör erforderlich, wie beispielsweise eine Buchwippe mit Glastisch, ein Ansaugtisch mit Unterdrucksystem oder ein Durchlichttisch.

H

Handscanner

Bei Handscannern handelt es sich um eine Scanner-Art, bei der die Führung der optischen Zelle nicht automatisch, sondern, wie der Name bereits erahnen lässt, von dem Benutzer per Hand erfolgt.

 

Ein Handscanner ist also ein von Hand geführtes Abtastgerät zum Scannen von Texten, Grafiken oder Fotos – also ebenen Vorlagen. Über die gesamte Abtastbreite des Handscanners, die in der Regel 10 Zentimeter beträgt, sind CCD-Sensoren angebracht, die die durch Beleuchtung verursachten Reflexionen der bedruckten Vorlage erfassen. An der Unterseite des Handscanners befindet sich eine Führungsrolle, über die ein Taktsignal für den Zeilenvorschub erzeugt wird, damit die verschiedenen Führungsgeschwindigkeiten keinen Einfluss auf den Abtastvorgang nehmen. Ist die zu scannende Vorlage breiter als 10 Zentimeter, wird nach dem Scannen aus den einzelnen Streifen die gesamte Seite zusammengesetzt. Dieses Verfahren ist allerdings recht aufwendig und auch ungenau.

 

Heute sind Handscanner hauptsächlich noch für den mobilen Einsatz gebräuchlich. Im stationären Einsatzbereich haben die Flachbettscanner die Handscanner fast völlig verdrängt; sie sind deutlich einfacher zu handhaben und inzwischen auch relativ preisgünstig.

 

Funkscanner und mobile Barcodelesegeräte, die jeder von der Supermarktkasse kennt, haben oft die Bezeichnung „Handscanner“.

I

Interpolation

Wörtlich übersetzt heißt Interpolation „Zwischenrechnen“. In der Fotografie bezeichnet Interpolation ein Verfahren zur Erzeugung von Bildinhalten, zum Einen zwischen verschiedenen Pixeln eines Bildes – die Dichteinterpolation und zum Anderen innerhalb einzelner Pixel – die Farbinterpolation.

 

Da sich alle Änderungen an der Farbe und der Pixelmenge nur hiermit realisieren lassen, ist die Interpolation ein notwendiger Bestandteil des Signalverarbeitungsweges digitaler Bilder. Im ganzen Verarbeitungsweg zischen Bilderzeugung- und darstellung wird immer wieder interpoliert, wodurch immer ein Schärfeverlust entsteht.

 

Die Farbe und Punktdichte jedes Bildes wird in jeder Bildverarbeitungskette mehrfach geändert. Ein Beispiel für eine Bildverarbeitungskette ist: Kamera – Bildschirm – Speicher – Drucker. Diese Veränderungen sind unter anderem durch die Anpassung des Bildes an das bilddarstellende Medium erforderlich.

 

Mit der Interpolation lässt sich die Pixelmenge um den gewünschten Wert verringern oder erhöhen und auch der Farbwert lässt sich bei Helligkeits- oder Farbveränderungen mittels der Interpolation ermitteln. Durch dieses Zwischenrechnen entstehen immer nur Zwischenwerte auf Basis der ursprünglichen Informationen und keine neuen Bildinformationen. 

IrDA

Die IrDA-Association (infrared data association) ist ein Zusammenschluss von etwa 50 Unternehmen, mit dem Ziel, ein Forum für die Diskussion und Standardisierung von Infrarottransceivern und Protokollspezifikationen zu etablieren. Sie spezifiziert Standards für die drahtlose Punkt-zu-Punkt-Datenübertragung, wobei die Modulation von Infrarotlicht mit Wellenlängen im Bereich von 850 nm bis 900 nm, das mittels Infrarot-LEDs erzeugt wird, die Basis darstellt.

 

Nach diesem Konzept findet der Datenaustausch zwischen den Geräten – das sind normalerweise Laptops, Handys und PDAs – über die Infrarotlichtverbindung statt. Dabei sind die Entfernungen zwischen den empfangenden und sendenden Stationen auf wenige Meter begrenzt. Zudem ist Sichtkontakt zwischen beiden Geräten und eine relativ exakte Positionierung erforderlich, da eine fehlerhafte Übertragung bereits bei einem Einfallswinkel von über 30 Grad vorkommen kann.

J

JPEG

JPEG steht abkürzend für "Joint Photographic Experts Group" und stellt eines der meistverbreiteten Dateiformate im Bereich der Bild- und Grafikdaten dar. Das JPEG Format erlaubt die Kompression von Bildern, um so die Dateigröße zu verringern.

K

Kalibrierung

Die farbliche Abstimmung verschiedener Hardwarekomponenten bei der Bildbearbeitung nennt man Kalibrierung. Dabei werden Farbe und Helligkeit abgeglichen, um einheitliche Resultate zu erzielen.

Kartenscanner

Bei einem Kartenscanner handelt es sich um einen Aufsichtscanner, der speziell zum Scannen von Karten und Plänen eingesetzt wird.

 

Um Karten und Pläne maßstabgetreu und möglichst exakt zu scannen, sind ein paar besondere Anforderungen notwendig: Der Scanner muss über ein großes Aufnahmeformat (von A1 bis 4x A0) verfügen und mit einer hohen Genauigkeit, vor allem in Randbereichen, sowie ohne Verzerrungen scannen. Da Kartenscanner in der Regel auch mit einem Ansaug- bzw. Vakuumtisch ausgestattet sind, stellt es kein Problem dar, gefaltete oder gerollte Karten ordentlich aufzulegen und zu scannen.

M

Mikrofilm

Die stark verkleinerte Abbildung, die Mikroform, von Bild- und Textdokumenten auf feinkörnigem Bildmaterial wird als Mikrofilm bezeichnet. Entweder werden die Mikrobilder reihen- oder kolumnenweise auf einen Mikroplanfilm oder hintereinander auf einem fortlaufenden Rollfilm aufgenommen.

P

Pixel

Ein Pixel ist das kleinste Element bei der gerasterten, digitalen Darstellung eines Bildes. Er selbst hat keine bestimmte Größe, er liefert nur Farbinformationen, die sich aus einem roten, einem grünen und einem blauen Bestandteil zusammensetzen. Der Begriff Pixel ist aus den englischen Wörter „pictures“ und „element“ entstanden und wird oft mit px abgekürzt.

Printserver

Ein Printserver (auch Druckerserver oder Druckserver genannt) nimmt Druckaufträge aus einem Rechnernetz entgegen, die er dann an einen Drucker oder Plotter weiterleitet. Grundsätzlich sind interne und externe Printserver zu unterscheiden: Bei den internen handelt es sich häufig um eine Einsteckkarte im Drucker, der externe ist dagegen ein eigenständiger Server.


Die externen Printserver sind als dedizierte Server oder beziehungsweise als eigenständige Geräte umgesetzt. In der Umgangssprache verstehen wir darunter zum einen die Serversoftware, zum anderen auch den Host, auf dem die Ausführung des Printservers stattfindet.


Printserver kommen vornehmlich zum Einsatz, um Netzwerkdrucker zentral zu verwalten, Drucker auch ohne Netzwerkschnittstelle übers Netz zur Verfügung zu stellen, Druckerpools zu bilden und Gerätetreiber zu verteilen
Typische Anwendungsfälle in Bibliotheken sind z.B. zentrale Drucksysteme im Benutzerbereich oder in Copyshops.

Publikationsserver

Der Publikationsserver oder auch Dokumentenserver ist eine digitale Bibliothek, die zur Speicherung und Recherche elektronischer Publikationen in einem Repository dient.
Betreiber von Publikationsservern sorgen mit Hilfe von bibliographischen Metadaten für die Erschließung der publizierten Dokumente.


Die Publikationsserver können in Deutschland von der „Deutschen Initiative für Netzwerkinformationen (DINI)“ zertifiziert werden. Die „Open Archives Initiative“ hat das sogenannte „Protocol für Metadata Harvesting“ entwickelt, mit der sich Informationen über die Bestände von Publikationsservern sammeln lassen. Anschließend werden die Daten aggregiert und indexiert, sodass sich auf diese Weise die Bestände mehrerer Publikationsserver übergreifend durchsuchen lassen

R

Reproduktionstechnik

Die Reproduktionstechnik umfasst das gesamte Gebiet der photographischen, photomechanischen und elektronischen Verfahren, die Vorlagen für druck- und kopiertechnische Prozesse herstellen. Das Anfertigen von Vorlagen und Kopien, der Vervielfältigungsprozess beim Kartendruck beziehungsweise der Druck an sich und das Herstellen von Druckformen zählen zur Reproduktionstechnik.

 

Die nur noch selten bei der Kartenherstellung vorkommenden traditionellen Methoden der Reproduktionstechnik, basieren auf photomechanischen Technologien und werden als analoge Reproduktionstechnik bezeichnet.

 

Bei den digitalen Reproduktionstechniken führen elektronische Verfahren die Reproduktion durch. Es handelt sich hierbei um digitale Druckverfahren, bei denen der Computer die Daten direkt an die Druckmaschine sendet. Digitale Reproduktionstechniken sind gegenüber analogen Reproduktionstechniken schneller, genauer, sicherer und auch gleichmäßiger.

Reprografie

Der Begriff „Reprografie“ umfasst alle Verfahren, die Vorlagen dauerhaft lichttechnisch reproduzieren. Dazu gehören Plotten, Kopieren und Scannen. Ein zusätzlicher Teilbereich ist die Reprofotografie.
In der gewerblichen Reprografie zählt neben dem Ausdrucken und reinen Kopieren von Dokumenten das Finishing, also die Weiter- und Endverarbeitung, im gleichen Umfang dazu. Bei kleinformatigen Dokumenten umfasst das Finishing vor allem das Laminieren und Kaschieren. Bei großen Formaten, DIN A2 bis DIN A0 und auch bei formatfreien Abmessungen kommt häufig noch das Zuschneiden und anschließende Falten nach DIN der Drucke (z. B. Karten oder technische Pläne) hinzu.
Reprounternehmen oder Reprografie-Dienstleister stellen diesen Dienst zur Verfügung. Wer diesen Beruf erlernen möchte, muss eine dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter / Drucktechnologie, Fachrichtung Reprografie, absolvieren.

Retrodigitalisierung

Die Retrodigitalisierung oder auch retrospektive Digitalisierung bezeichnet die Digitalisierung analoger Publikationen, wie unter anderem Tonbänder, Printmedien oder Filme.

 

Vor allem in Archiven und Bibliotheken findet die Retrodigitalisierung Anwendung. Zum Einen um digitale Daten zur wissenschaftlichen weltweit bereist zu stellen, zum Anderen aber auch, um gefährdete Werke für die Nachwelt zu erhalten. Die Vorlagen werden bei der Retrodigitalisierung meist bildlich, durch eine sogenannte Imagedigitalisierung mit Scannern oder durch Digitalfotografie, beziehungsweise im Volltext digitalisiert.

 

Manchmal ist die Retrodigitalsierung auch mit der Archivierung auf Mirkoformen verbunden, weil diese im Vergleich zu digitalen Speichermedien eine wesentlich größere Haltbarkeit besitzen. Um eine Langzeitarchivierung digitaler Medien zu erreichen, sind geeignete Strategien zu finden, damit die Inhalte und Daten auch in künftigen Hard- und Software-Systemen noch darstellbar und verwendbar sind. 

RGB

RGB steht abkürzend für die Farben Rot, Grün und Blau, die zusammen die Grundfarben für die additive Farbmischung bilden.

S

Scanner

Bei einem Scanner, der Name kommt vom englischen „to scan“ – „abtasten“,  handelt es sich um ein technisches Gerät, mit sich Dokumente, Bücher, Fotos und Bilder digitalisieren und in einen Computer einlesen lassen. Die „abgetasteten“ also eingelesenen Daten können dann auf der Festplatte des Computers oder anderen Speichermedien abgelegt, also gespeichert werden.

 

Mittlerweile lässt sich zwischen einer Vielzahl an Scanner-Typen unterscheiden, die auf ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen gut abgestimmt sind: Dokumentenscanner, 3-D-Scanner, Buchscanner, Flachbettscanner – um nur ein paar wenige zu nennen.

Scanroboter

Scanroboter können Bücher mit einer sehr hohen Geschwindigkeit digitalisieren. Sie ermöglichen im Vergleich zu Aufsichtscannern einen bis zu zehnfach höheren Durchsatz, mit einer Geschwindigkeit von ca. 2.900 Seiten pro Stunde. Somit verringern Scanroboter nicht nur die Scanzeit, sondern reduzieren erheblich die gesamten Digitalisierungskosten
Ihr Einsatzgebiet finden sie bei der Erstellung elektronischer Semesterapparate oder elektronischer Lehrbuchsammlungen, der Retrodigitalisierung oder Digitization on Demand zu finden. Dabei spielt die richtige Materialauswahl und –vorbereitung eine wichtige Rolle.

T

Texterkennung

Der Begriff Texterkennung oder auch Optische Zeichenerkennung (OCR) kommt aus der Informationstechnologie und bezeichnet die automatisierte Texterkennung innerhalb von Bildern.

 

Optische Eingabegeräte wie Scanner oder Digitalkameras, aber auch Faxempfänger, können als Ergebnis ausschließlich Rastergrafiken liefern. Die Texterkennung übernimmt also die Aufgabe, die als Raster dargestellten Buchstaben auch als solche zu erkennen und ihnen den Zahlenwert nach der üblichen Textcodierung zuzuordnen.

Die Texterkennung findet in unterschiedlichen Bereichen Anwendung:

  • Textinformationen aus Bilddateien wiedergewinnen, damit sich diese mit Hilfe einer Textverarbeitung weiter bearbeiten oder elektronisch durchsuchbar machen lassen
  • Relevante Merkmale zur mechanischen oder elektronischen Einsortierung von Schriftstücken erkennen
  • Oder auch zur Layout-Erkennung, wobei ein formatiertes Dokument erstellt wird, welches der Vorlage bezüglich Bild-, Text- und Tabellenanordnung möglichst nahe kommt.
Tonwertumfang

Der Tonwertumfang gibt in der Maßeinheit Bit an, wie viele Tonwertstufen, also Farbinformationen eine Bilddatei oder ein Bild haben kann.
Am einfachsten lässt sich der Tonwertumfang wie folgt beschreiben: Die Differenz zwischen der dunkelsten und der hellsten Stelle eines RGB-Bildes wird mit dem Tonwertumfang benannt. Somit ist das ausgeglichene Verhältnis zwischen dunklen und hellen Farbtönen eines Bildes der ideale Tonwertumfang.
Der Tonwertumfang eines Bildes lässt sich mit der Tonwertkorrektur einer Bildbearbeitungssoftware (z. B. Gimp oder Adobe Photoshop) genauestens regulieren. Um Helligkeiten, Kontraste und Farbsättigung zu regulieren, ist die Tonwertkorrektur eines der wichtigsten Werkzeuge, welches zudem in der manuellen Korrektur die besten Ergebnisse liefert. Als Hilfsmittel nutzt man bei den Korrekturen das sogenannte Histogramm, das zur Unterscheidung der hellen und dunklen Bereiche dient.  

Touchscreen

Ein Touchscreen ist ein kombiniertes Ein- und Ausgabegerät, mit dem ein technisches Gerät direkt durch die bloße Berührung des Bildschirms gesteuert werden kann. Die Umsetzung der Befehlseingabe ist für den Nutzer nicht sichtbar und erzeugt so den Eindruck einer unmittelbaren Steuerung per Fingerzeig.
Seit geraumer Zeit sind elektronische Geräte wie zum Beispiel Scanner oder Kopierer mit Touchscreen-Displays ausgestattet, die dem Nutzer die Bedienung vereinfachen.

Treiber

Ein Treiber, auch unter dem Namen „Gerätetreiber“ bekannt, ist ein kleines Steuerungsprogramm für Computerhardware. In der Regel gehört der Treiber zum Betriebssystem des Computers und ist für den Betrieb von Druckern, Scannern oder auch Netzwerk- und Grafikkarten erforderlich.


Der Treiber gibt den Betriebssystemen Informationen darüber, um welches Gerät es sich handelt und wie die Zusammenarbeit mit diesem funktioniert. Hersteller rüsten über Treiber zusätzliche Funktionen an der Hardware nach oder beheben eventuelle Probleme an den Geräten durch einen neuen Treiber. Die jeweils benötigten Treiber sind zum Download auf den Webseiten der PC- oder Hardwarehersteller zu finden.

TWAIN

Die Abkürzung für „Technology Without An Interesting Name“ lautet „TWAIN“. Es handelt sich dabei um eine standardisierte Softwareschnittstelle für Bildeingabegeräte wie zum Beispiel Scanner und Digitalkameras.


Ein TWAIN besteht aus drei Elementen: Der Datenquelle, dem Anwendungsprogramm und dem Quellenmanager. Der Scannertreiber z. B. bildet die Datenquelle und ist in der Regel im Lieferumfang des Gerätes enthalten. Mit dem Anwendungsprogramm werden die aufgenommenen Bilddaten weiterverarbeitet. Es können durchaus mehrere Anwendungsprogramme und Datenquellen auf einem Rechner vorhanden sein, die der Quellenmanager verwaltet.

U

Update

„Update“ kommt aus der englischen Sprache und heißt übersetzt „Aktualisierung“. Ein Update ist also die Bezeichnung für die Aktualisierung von Daten oder Software, einer Website oder auch eines Berichts. Bei Daten kann es sich beispielsweise um ein Datenbank-Update handeln. Außerdem kann mit einem Update auch eine Methode in einer Software gemeint sein, die ein Objekt aktualisiert, wie zum Beispiel eine Bildschirmaktualisierung.

 

Der Zweck eines Softwareupdates ist zumeist der, kleine Verbesserungen an der Software vorzunehmen. Das kann zum Beispiel die Optimierung in der Programmausführgeschwindigkeit sein und auch Fehler innerhalb eines bestimmten Bereiches in der Software werden mit einem Update oft beseitigt. Hier sind auch Bezeichnungen wie „Patch“, „Service Release“ oder „Hotfix“ bekannt.

 

Updates im Bereich der Computersicherheit nennt man auch „security updates“. Mit diesen Updates lassen sich Sicherheitslücken in Programmen schließen. Beispielsweise ist es gerade bei Betriebssystemen wichtig, unmittelbar nach der Neuinstallation und dann auch weiterhin regelmäßig – alle paar Tage – alle verfügbaren Sicherheitsupdates zu installieren.

 

Virenschutz und Firewall sind Updates für die Sicherheitssoftware, die Angriffe auf das System effektiv verhindern können.

Softwarebetreiber und Distributoren geben diese Updates normalerweise heraus und sie können, je nach Betriebssystem und Zweck, sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig sein.

Urkundenscanner

Urkundenscanner sind auf die besonderen Anforderungen von Urkunden und anderen historischen Dokumenten ausgerichtet.
Gerade bei historischen Schriftstücken handelt es sich oft um sehr schöne und wertvolle Objekte, die eine sorgfältige Behandlung benötigen. Nicht selten sind diese mit Verzierungen versehen oder handschriftlich verfasst und stellen darum maximale Qualitätsansprüche an einen Scanner.

Die Maschine muss auf sehr hohem Niveau scannen, eine perfekte Farbwiedergabe gewährleisten und auch kleinste Details originalgetreu wiedergeben. Zahlreiche historische Urkunden sind noch mit einem Siegel versehen, die bis zu 2,3 Zentimeter stark sein können und eine (feine) Struktur besitzen. Die Aufgabe des Urkundenscanner ist es in solch einem Fall, die Urkunde an sich als planes Objekt scharf zu scannen, das nicht ebene Siegel aber möglichst hochwertig plastisch wiederzugeben.

V

V-Buchscanner

Der V-Buchscanner trägt seinen Namen wegen der V-förmigen Auflagefläche für die zu scannenden Objekte. Bei dieser Auflagefläche handelt es sich um eine V-Buchwippe mit einem Öffnungswinkel von 90 bis 120 Grad.

 

Die häufigsten Einsatzgebiete eines V-Buchscanners sind dort, wo historische Buchbestände vorhanden sind – also Museen, Bibliotheken und Archive. Immer mehr historische Werke werden dort digitalisiert, um sie einem möglichst breiten Publikum zur Verfügung stellen zu können. Aber das Scannen von historischen Büchern stellt häufig eine große Herausforderung dar, weil mehrere hundert Jahre alte Bücher oft einen eingeschränkten Öffnungswinkel haben und auf einem Flachbettscanner nehmen der Einbandrücken, das Bundmaterial oder die Gelenke sehr wahrscheinlich Schaden.

 

Bei einem V-Buchscanner liegt das Scanobjekt nicht mit der Scanseite auf der Glasplatte wie bei einem Flachbettscanner, sondern nach oben. Dadurch lässt sich der Öffnungswinkel deutlich reduzieren und selbst empfindliche Objekte lassen sich ohne Beschädigung scannen.

W

Weißabgleich

Mit dem Weißabgleich wird die Kamera an die vorherrschenden Lichtverhältnisse angepasst. Je nach Kameratyp kann der Abgleich anhand eines weißen Papiers manuell abgestimmt oder auf fest definierte Parameter eingestellt werden.

Z

Zeilensensor

Bei Zeilensensoren handelt es sich um opto-elektronische Sensoren. Die einzelnen lichtempfindlichen Halbleiterpixel sind in Reihen angeordnet.

 

Zeilensensoren werden in Faxgeräten und Scannern eingesetzt, in denen sie die Aufsichtsvorlagen zeilenweise abtasten. Beim Abtasten wird der Sensorbereich mit einem Lichtstreifen beleuchtet. Das reflektierende Licht wird dann in einer Stablinse gebündelt und von dem Zeilensensor erfasst. Das erfasste analoge Signal wird schließlich in einem speziellen Wandler in ein Digitalsignal umgewandelt.