Wie lassen sich Kulturgüter, Sammlungsobjekte und wissenschaftliche Exponate präzise, schonend und effizient in 3D digitalisieren?
Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres Fachworkshops im Humboldt Forum in Berlin. Der Austausch mit Fachleuten aus Museen, Archiven, dem Forschungs- und Sammlungsbereich zeigte deutlich: 3D-Digitalisierung gewinnt weiter an Bedeutung – nicht nur für Dokumentation und Forschung, sondern auch für virtuelle Ausstellungen, digitale Archive und Restaurierung.
Im Fokus stand der3D-Scanner ARAGO. Die Lösung automatisiert die Bilderfassung für die Photogrammmetrie und ermöglicht die kontaktlose Digitalisierung komplexer Objekte.
Durch einen intelligenten Workflow analysiert ARAGO Form und Position eines Objekts, berechnet automatisch die optimalen Kamerapfade und reduziert den manuellen Aufwand erheblich. Das Ergebnis sind hochwertige, reproduzierbare 3D-Datensätze bei gleichzeitig höherer Effizienz.
Spannende Vorträge von Experten
Dazu durften wir als Vortragende Conor C.W. Fraser von der University of Glasgow und Felix Horn von der Bayrischen Staatsbibliothek München begrüßen.
Conor C.W. Fraser berichtete über das Projekt „Museums in the Metaverse“ (MiM). In diesem wird die 3D-Digitalisierung und Extended Reality (XR) genutzt, um die physischen Grenzen von Museen zu überwinden. Durch die Erstellung einer zweiseitigen Plattform ermöglicht das Projekt sowohl Besuchern den virtuellen Zugang zu Objekten als auch Kuratoren das Erschaffen neuer, digitaler Narrative in virtuellen Umgebungen. Ziel dieser technologischen Innovation ist es, Kulturerbe durch hochwertige 3D-Inhalte global zugänglich zu machen.
Felix Horn von der Bayrischen Staatsbibliothek München gab uns einen Einblick in das Münchener DigitalisierungsZentrum (MDZ). Dieses überführt seit 2007 wertvolle BSB-Kulturschätze wie Skulpturen oder historische Artefakte mittels fotorealistischer 3D-Vermessung in interaktive Modelle für das Portal bavarikon. Der komplexe Prozess nutzt spezialisierte 3D-Scanner und eine Nachbearbeitung, um die vielfältigen Materialeigenschaften der Objekte originalgetreu und unter strengen konservatorischen Auflagen digital zu sichern.
Im Vergleich zu vielen klassischen 3D-Scannerlösungen setzt ARAGO auf Flexibilität statt starre Abläufe. Das System eignet sich für kleine und größere Objekte, arbeitet berührungslos und kann mobil direkt vor Ort eingesetzt werden – etwa in Sammlungen, Depots oder Restaurierungswerkstätten. Auch vorhandene Kamera- und Lichttechnik lässt sich flexibel einbinden.
Damit ist ARAGO ein Vorreiter für praxistaugliche 3D-Digitalisierung: automatisiert, skalierbar und auf die Anforderungen sensibler Kulturgüter ausgerichtet.
Sie würden sich gerne über das Thema austauschen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!