Digitale Bestandssicherung und Erschließung in Archiven – neu gedacht mit Visual Library
Archive übernehmen eine zentrale Rolle bei der Bewahrung und Zugänglichmachung historischen Kulturguts. In einer zunehmend digitalen Gesellschaft steigen die Anforderungen: verlässliche Archivierung, strukturierte Erschließung, rechtssichere Veröffentlichung und digitale Beteiligung werden immer wichtiger – und müssen effizient in die vorhandene Infrastruktur eingebettet werden.
Visual Library ist im deutschsprachigen Raum die etablierte Plattform für die digitale Archivarbeit – im Einsatz bei kommunalen, kirchlichen und staatlichen Archiven ebenso wie in landesweiten Archivprojekten.
Die Lösung ist speziell auf archivische Anforderungen zugeschnitten: Sie unterstützt archivische Metadatenformate und Normdaten, bildet vollständige Workflows ab – von der Übernahme digitaler Objekte über die Tiefenerschließung bis hin zur publikationsfähigen Präsentation – und ermöglicht gleichzeitig eine nachhaltige digitale Sicherung durch die standardisierte Weitergabe von SIPs an Langzeitarchivierungssysteme.

Beispiele von Archivprojekten
Kreisarchiv Calw – lokale Geschichte digital sichtbar machen
Mit digital.kreisarchiv-calw.de betreibt das Kreisarchiv Calw eine moderne Plattform in der regionalen Geschichte für die Öffentlichkeit zugänglich und erforschbar gemacht wird. Im Mittelpunkt stehen historische Akten, Karten, Fotografien und Amtsdrucksachen aus dem Landkreis – digitalisiert, erschlossen und webgerecht präsentiert.
Was Visual Library hier leistet:
- Digitale Zugänglichkeit kommunaler Bestände:
Die Archivbestände werden über Visual Library strukturiert veröffentlicht – mit normierten Metadaten, Detailansichten, Downloadfunktion und mit Volltextsuche. - Hoher Automatisierungsgrad ermöglicht schlanken Betrieb:
Trotz begrenzter personeller Ressourcen wird das gesamte Projekt von nur einem Archivar betreut – möglich wird das durch die intuitive Bedienoberfläche und automatisierten Workflows von Visual Library, die Erfassung, Qualitätssicherung und Veröffentlichung deutlich vereinfachen. - Verknüpfung mit Findbuch.NET für durchgehende Recherche:
Durch die Integration mit Findbuch.NET können Nutzer*innen nahtlos zwischen Erschließungsinformationen und digitalen Objekten wechseln – vom klassischen Findbuch direkt zur Digitalansicht in Visual Library und zurück. Das schafft ein konsistentes Nutzungserlebnis und fördert die Auffindbarkeit historischer Quellen. Beispiel: https://digital.kreisarchiv-calw.de/kawcp/periodical/titleinfo/97520
Das Besondere:
Das Kreisarchiv Calw zeigt eindrucksvoll, wie Visual Library auch in kleineren Einrichtungen eine professionelle und nutzerfreundliche Digitalisierung und Präsentation von Archivgut ermöglicht – wirtschaftlich betreibbar und vollständig anschlussfähig an größere Infrastrukturen.
Digitales Archiv Montabaur – Beteiligung an Geschichte aktiv gestalten
Das Digitale Archiv Montabaur steht exemplarisch für ein modernes, bürgernahes Kommunalarchiv. Es verbindet die digitale Sicherung regionalgeschichtlich bedeutsamer Quellen mit der aktiven Einbindung der Bevölkerung in die Erschließung – und erschließt damit Archivgut nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich.
Was Visual Library hier leistet:
- Crowdsourcing für die Erschließung von Personenstandsregistern:
In einem Bürgerprojekt wurden mit dem Redaktionsmodul in Visual Library fast 40.000 Personen aus historischen Standesamtsunterlagen systematisch erfasst. Durch die Arbeit der Freiwilligen können die BesucherInnen des Portals nun detailliert nach den Menschen suchen. https://digitalarchive.montabaur.de/name/list - Redaktionsworkflow mit Qualitätssicherung:
Der integrierte Redaktionsworkflow ermöglicht eine mehrstufige Prüfung und Freigabe aller Inhalte – von der Erfassung bis zur Veröffentlichung. So können auch ehrenamtlich beigetragene Daten qualitätsgesichert übernommen und nach archivischen Standards präsentiert werden. Die intuitive Oberfläche von Visual Library erlaubt es auch ohne technisches Vorwissen, Inhalte zu transkribieren, zu prüfen oder zu veröffentlichen – ideal für kleinere Teams oder ehrenamtlich betriebene Projekte. - Durchgängiger Workflow von der Digitalisierung bis zur Veröffentlichung:
Mit dem Einsatz eines SensShot®-Archivscanners und der vollständigen Integration in Visual Library nutzt das Stadtarchiv Montabaur den kompletten digitalen Verarbeitungsweg – vom Scan über die Nachbearbeitung bis zur Präsentation im Webportal, alles aus einer Hand und optimal aufeinander abgestimmt.
Das Besondere:
Das Digitale Archiv Montabaur zeigt, wie Archive mit Visual Library historische Quellen nicht nur sichern, sondern auch gemeinsam mit der Bevölkerung erschließen – für eine lebendige, zugängliche und transparente Archivkultur.
MARCHIVUM Mannheim macht Verwaltungsgeschichte zugänglich
Mit dem Portal druckschriften-digital.marchivum.de präsentiert das MARCHIVUM, das Stadtarchiv Mannheim, eine wachsende Sammlung von digitalisierten Zeitungsbeständen sowie Theaterzetteln. Ziel ist die langfristige Sicherung dieser oft stark genutzten Quellen und ihre strukturierte Zugänglichmachung für Öffentlichkeit und Forschung.
Was Visual Library hier leistet:
- Systematische Retrodigitalisierung von Zeitungen:
Die Zeitungsbestände werden über einen einfach zu bedienenden, teilautomatisierten Workflow erschlossen – inklusive OCR-Erkennung auch bei Frakturschrift, Ausgabe-basiertem Strukturaufbau, URN-Zuweisung und einer nutzungsfreundlichen Darstellung über einen Kalenderzugang mit direkter Volltextsuche. - Theaterzettel gemeinschaftlich erschließen – mit „Zettelschwärmer“
Im Rahmen des Crowdsourcing-Projekts „Zettelschwärmer“ übernehmen Freiwillige die inhaltliche Erfassung historischer Theaterzettel. Die erarbeiteten Daten werden in Visual Library übernommen, redaktionell geprüft und qualitätsgesichert veröffentlicht.
Bis Mai 2025 konnten so bereits 95 Spielzeiten erfasst und 3165 Personen sowie 1313 Werke mit der Gemeinsamen Normdatei (GND) verknüpft werden – die Grundlage für strukturierte Personen- und Werkindizes im Portal. - Einstieg in digitale Ausstellungen mit dem Storytelling-Modul:
Das MARCHIVUM setzt auch das Visual Library Storytelling-Modul ein und erstellt damit virtuelle Ausstellungen. Aufbauend auf den erfolgreichen analogen Präsentationen im Haus sollen künftig auch wechselnde Themen online erfahrbar gemacht und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.
Das Besondere:
Mit „Druckschriften digital“ zeigt das MARCHIVUM, wie kommunale Archive mit Visual Library strukturierte Verwaltungsquellen sichtbar machen – standardkonform, benutzerfreundlich und nachhaltig nachnutzbar.
Digitales Archiv der Diözese Innsbruck – Kirchliches Kulturgut online sichtbar
Das Digitale Archiv der Diözese Innsbruck macht bedeutende kirchliche Quellen aus Tirol digital zugänglich – darunter Rechnungsbücher, Urkunden, Predigten und Nachlässe. Ziel ist es, das schriftliche Kulturerbe der Diözese nachhaltig zu bewahren und für Forschung, Bildung und die breite Öffentlichkeit verfügbar zu machen.
Was Visual Library hier leistet:
- Hybrid-Workflow mit SensiShot®-Archivscanner und Einzugscanner:
Die Diözese Innsbruck setzt auf einen Sensihot-Archivscanner in Kombination mit einem Kodak-Einzugscanner – optimal für unterschiedliche Dokumenttypen wie gebundene Amtsbücher oder lose Akten. Dank der Schnittstelle zu Visual Library werden die digitalisierten Inhalte automatisch übernommen und in den weiteren Verarbeitungsworkflow eingebunden – effizient, medienbruchfrei und standardkonform. - Differenzierte Zugriffskonzepte:
Je nach Dokumenttyp und Schutzfrist können Inhalte öffentlich zugänglich, nur im Lesesaal einsehbar oder komplett geschützt sein – gesteuert über die integrierte Rechteverwaltung von Visual Library. Im ersten Projekt geht es erstmal nur um frei zugängliche Bestände, aber mit Visual Library wäre auch die interne Nutzung rechtebehafteter Bestände möglich. - Nutzerfreundliches Portaldesign:
Das Digitalarchiv ist barrierearm, responsiv und im Corporate Design der Diözese Innsbruck gestaltet. Nutzer*innen finden sich intuitiv zurecht – mit übersichtlicher Anordnung der Sammlungen und Unterordnungen sowie den Suchmöglichkeiten im Bestand auf allen Endgeräten.
Das Besondere:
Das Digitale Archiv der Diözese Innsbruck zeigt, wie Visual Library auch im kirchlichen Bereich den Spagat zwischen fachlich fundierter Archivarbeit und pastoralem Zugang meistert – rechtssicher, benutzerorientiert und zukunftsfähig.
Passgenaue Einbindung in die Infrastruktur des Archivs
Visual Library wurde so entwickelt, dass es sich reibungsfrei in bestehende archivische Systeme, Prozesse und Standards integriert – ohne Medienbrüche, redundante Datenpflege oder parallele Systemwelten. Die Plattform ergänzt vorhandene Fachanwendungen und übernimmt eine zentrale Rolle im digitalen Gesamtworkflow.
Visual Library ist keine Konkurrenz zu archivischen Fachinformationssystemen (AFIS oder AIS) – sondern deren digitaler Arm nach außen. Es verbindet Erschließung, Präsentation und Beteiligung in einem durchgängigen, standardkonformen System.
- Anbindung an Archiv- und Erschließungssysteme:
Visual Library lässt sich mit Systemen wie Augias, ACTApro, FAUST, CMI, Scope, ArchivisPro, M-Box, Arcinsys etc. verknüpfen – über automatisierte oder halbautomatische Schnittstellen (z. B. OAI-PMH, SRU, Z39.50) zur Übernahme von Metadaten bzw. dem Zurückspielen der URNs. - Übernahme aus Findmitteln & Anreicherung für den Zugriff:
Inhalte aus bestehenden Findbuchdatenbanken, Erschließungstabellen oder Altverzeichnissen können problemlos in Visual Library importiert, angereichert und digital publiziert werden. Darüber hinaus eröffnet die Plattform Möglichkeiten zur partizipativen Erschließung durch Crowdsourcing- und Citizen-Science-Projekte. Für Handschriften und komplexe Quellen kann zusätzlich eine Anbindung an Transkribus / READ-COOP erfolgen, um automatisch erkannte Inhalte in die archivische Datenstruktur zu überführen. - Langzeitarchivierung und Archivpakete:
Visual Library erstellt standardisierte SIP-Kapseln für die Übergabe an Systeme wie DA NRW, Rosetta, Archivematica oder LIBSAFE – inklusive Versionierung, Deltakapsel-Handling und Protokollierung.
Zugriffe erhöhen & Nachweisintegration:
Unterstützung für EAD, EAC, LIDO, METS/MODS, Dublin Core, URN, IIIF und OAI-PMH ermöglicht die Anbindung an zentrale Nachweissysteme wie Archivportal-D, kulturpool.at, Europeana oder digitale Landes- und Kommunalportale. Somit erzeugen Sie eine größere Sichtbarkeit und stellen sich in der Digitalen Welt nachhaltig sicher auf.
Schreiben Sie uns
Ob Archiv, Bibliothek oder Museum: Jede Einrichtung hat eigene Anforderungen. Füllen Sie bitte das Formular aus und beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben. So können wir Ihnen gezielt zeigen, wie Visual Library Sie in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen kann.
Sie können uns auch gerne unter der Telefonnummer +49 521 92479 - 0 für ein direktes Gespräch erreichen.



