Mediathek in der RESOWI-Bibliothek der Universität Graz
Mediathek in der RESOWI-Bibliothek der Universität Graz © Universitätsbibliothek Graz

Universität Graz

Interview mit Rosina Harrer, Mediathek Universitätsbibliothek Graz, ViewScan 


Bitte stellen Sie sich und ihre Arbeit an der Universität Graz kurz vor.

Mein Name ist Rosina Harrer, ich arbeite seit fast 40 Jahren an der Universitätsbibliothek Graz und bin Teamleiterin der Mediathek der RESOWI-Bibliothek. In dieser Funktion bin ich unter anderem für die Arbeitsabläufe und die Organisation der Abteilung zuständig. Jeder meiner drei Kollegen ist neben anderen Aufgaben für einen bestimmten Bereich verantwortlich. Bei mir sind das die Mikrofilme.

Welche Rolle spielt der Mikrofilmbestand bei Ihnen?

Mikrofilme sind neben den DVDs das zweite große Standbein der Mediathek. Gesammelt werden überwiegend steirische und österreichische Zeitungen auf Mikrofilm. Wir haben jedoch auch einige ausländische Zeitungen wie z.B. die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ oder die „Süddeutsche Zeitung“. Steirische Zeitungen sind zurzeit noch recht spärlich über ANNO, dem Digitalisierungsprojekt der österreichischen Nationalbibliothek, verfügbar. Dadurch ist die Nutzung der Bestände unserer Abteilung nach wie vor recht hoch.

Warum haben Sie sich auf die Suche nach einem neuen Mikrofilmscanner begeben?

Wir haben vier Mikrofilmscanner MS800 von Canon, doch diese Geräte werden schon seit einigen Jahren nicht mehr produziert, es gibt auch keine Ersatzteile mehr. Wir haben sogar einen Mikrofilmscanner, der schon sehr abgenützt ist, für den Fall der Fälle als „Ersatzteillager“ zur Seite gestellt. Im Zuge meiner Recherchen bin ich zwar auf einen Scanner eines anderen Anbieters gestoßen, aber dieser wäre für den Einsatz im Publikumsbetrieb nicht optimal geeignet. Wir wollten unseren BenutzerInnen eine möglichst moderne Technik für die Recherche in den Zeitungen auf Mikrofilm anbieten. Frau Bartsch und Herr Peters haben sich zufällig zum richtigen Zeitpunkt mit mir in Verbindung gesetzt und mir Informationsmaterial über den Scanner zukommen lassen. Herr Peters hat mir am Bibliothekartag in Graz den ViewScan vorgeführt und anschließend war ich mir sicher, dass sich dieses Gerät sehr gut für unsere Zwecke eignet.

Welche Aspekte sind Ihnen bei der Benutzung der Filme mit einem modernen Scangerät besonders wichtig?

Die Bedienbarkeit für unsere BenutzerInnen muss möglichst einfach sein. Nach der Einschulung soll es ihnen möglich sein, ohne weitere Unterstützung zurecht zu kommen. Ein gutes Scanergebnis ist ebenfalls wichtig, da ein beträchtlicher Anteil unserer Zeitungsbestände aus dem 19. Jahrhundert stammt. Im Verlauf meiner Suche nach einem Ersatz für den MS800 war der ViewScan der erste Mikrofilmscanner, wo ich sage „der funktioniert sehr gut für die Benutzer“. Wir schulen neue BenutzerInnen, je nachdem wie „technikaffin“ sie sind, fünf bis zehn Minuten ein. Sollten dennoch Fragen auftauchen, stehen wir immer zur Verfügung, denn eine gute Betreuung und ein guter Service sind für uns sehr wichtig. Die Ergebnisse mit dem ViewScan sind sehr gut, die Scanqualität ist ausgezeichnet!

Kurzporträt der Mediathek

Die Mediathek sammelt und stellt „Nicht-Buch-Materialien“ für unterschiedliche Fachrichtungen bereit: Zurzeit wären das über 6.000 DVDs, rund 900 Tonträger, ca. 1.300 Zeitungstitel und 64 Text- und Bildsammlungen auf Mikrofilm. Die Bestände sind zum Teil ausleihbar bzw. können vor Ort mit entsprechender technischer Ausstattung genutzt werden. Außerdem wird der Zugang zum ORF-Archiv mit den Sendungen des ORF seit 1955, sowie das Munzinger Archiv, Biographische Archive und ein Zugang zum Webarchiv Österreich angeboten.

 

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