Hochschule für Technik und Wirtschaft:

Historische Stoffe gehen online

 

"Während für Archive und Bibliotheken die Digitalisierung der Bestände mittlerweile weitgehend zum Alltagsgeschäft gehört, stellen entsprechende Projekte für viele Museen immer noch eine Herausforderung dar. Die Heterogenität der Objekt- und Materialgruppen und die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Nutzer an die Digitalisate machen differenzierte Vorüberlegungen notwendig. Auch in Bezug auf die Stoffmusterbücher kristallisierten sich unterschiedliche Erwartungshaltungen an die Ergebnisse des Projektes heraus. 6 Einerseits wurde der Wunsch nach Digitalisaten geäußert, die – annähernd mikroskopischen Aufnahmen gleich – eine Faser- und Gewebeanalyse ermöglichen sollten. Andererseits empfanden beispielsweise Designer die Farbkeile der Testdigitalisate als störend für den Gesamteindruck. Von Seiten der Museen wurde angemahnt, das Projekt als Pilotprojekt zu begreifen und die Übertragbarkeit auf größere Mengengerüste im Blick zu behalten. Dieser Anspruch bildete letztlich die Ausgangsbasis für alle weiteren Entscheidungen. Grundsätzlich sollte das Ergebnis der Digitalisierung zu einer Qualität führen, die in den meisten Nutzungsfällen ein Heranziehen des Originals zur Begutachtung überflüssig werden lässt. Neben der guten Wiedergabe des Erscheinungsbildes und der Lesbarkeit schriftlicher Eintragungen betraf diese grundsätzliche Erwägung vor allem die Farbwiedergabe."

 

Auszug aus dem beigefügten Artikel. Siehe rechts.